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Bockshornklee anwenden


Bockshornklee oder Bockshornkleesamen in unterschiedlicher Aufbereitung ist seit alter Zeit ein bewährtes Heil- und Stärkungsmittel, dient aber auch der Schönheitspflege. Zwar wurden noch nicht alle Anwendungsmöglichkeiten und Wirkstoffe dieser Pflanze in Studien dokumentiert und entschlüsselt, und einige Experten warnen vor Nebenwirkungen und möglichen allergischen Reaktionen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Bockshornklee viele gängige Behandlungsformen ergänzen oder gar ersetzen kann und wie viele natürliche Heilmittel wesentlich milder und schonender wirkt. Wer Bockshornklee kaufen möchte, findet Online eine große Auswahl an Aufbereitungen und Darreichungsformen.

Verwendete Pflanzenteile 
Der Bockshornklee wird als Kulturpflanze vom Mittelmeerraum bis Zentralasien, in Nordafrika und Äthiopien an sonnigen Plätzen angebaut. In Deutschland findet man ihn wildwachsend häufig im Hafenbereich der Städte. Er besitzt kleeähnliche
Blätter und blüht von April bis Juli.

Zu Heilzwecken werden die reifen, getrockneten Samen verwendet (Foenugraeci semen), ebenso zum Keimen als gesunde Rohkost. Sie sind in den ca. 10 cm langen Fruchthülsen enthalten. Das Kraut ist im Handel zum Würzen erhältlich und hat einen sehr angenehmen, aromatischen Geschmack.

Einsatz in der Küche
Die Pflanze diente schon in der Antike zur Züchtung von Keimsprossen und sowohl sie als auch die Blätter wurden als Gemüsepflanze eingesetzt. Die Samen an sich wurden und werden zum Aromatisieren eingesetzt – sei es zu Kaffe oder Brot. Sie sind übrigens getrocknet und geröstet ein Bestandteil des Currypulvers. Überliefert ist auch die Verwendung der eingeweichten und gekochten Samen als Milchersatz für Säuglinge. Kulinarisch eingesetzt wird Bockshornklee heute noch vor allem im Nahen Osten, Griechenland und im vorderasiatischen Raum.

Darreichungsformen, die Sie kaufen können
Bockshornklee Kapseln
Immer dann, wenn die Wirkstoffe in konzentrierter Form aufgenommen werden sollen, empfiehlt es sich, Bockshornklee Kapseln zu kaufen. Meist ist etwa ein Gramm Bockshornkleesamenpulver pro Kapsel oder ein gehaltvoller Extrakt enthalten.

Bis zu drei Bockshornklee Kapseln pro Tag werden empfohlen, wenn es darum geht, beispielsweise eine Diät zu unterstützen, die Milchbildung nach einer Geburt zu fördern, Libido und Potenz zu steigern oder die Verdauung zu verbessern und den Appetit anzuregen.

Auch Wechseljahresbeschwerden und übermäßige Schweißbildung können mithilfe der Bockshornklee Kapseln gelindert werden. Zudem senken die Kapseln die Blutzucker- und Blutfett-Werte.

Bockshornkleesamen (ganz)
Bockshornkleesamen werden wie folgt aufbereitet und verwendet: Als Gewürz werden sie leicht und vorsichtig angeröstet und anschließend gemahlen.

Zur Herstellung von Tees und Aufgüssen zum Trinken wie zur äußeren Anwendung sind die Samen die richtige Wahl. Sie sind ein üblicher Bestandteil von Stilltees, die aufgebrüht und einige Minuten lang ziehen müssen. Über längere Zeit mit Wasser angesetzt (12 Esslöffel auf einen Liter Wasser) eignet sich der Sud zu Waschungen, die übermäßige Schweißbildung unterbinden können, oder als Spülung für die Haare, etwa bei Schuppen, Ekzemen oder Haarausfall.

Grob geschrotet oder ganz, eingeweicht in Wasser oder Naturjoghurt, helfen die Samen, entweder den Appetit anzuregen – hierfür genügt etwa ein halber oder ein ganzer Teelöffel – oder um Verdauungsprobleme zu lösen. Auch hier reicht ein Teelöffel aus.

Einen Brei aus etwa 50 Gramm Bockshornkleepulver stellt man wie folgt her: Man vermischt das Pulver mit einem viertel Liter Wasser und lässt die Mischung für fünf Minuten aufkochen. Verwendet wird der Brei als Packung bei Hautirritationen, Ekzemen, als eine Art Zugsalbe auf Geschwüren und Furunkeln, aber auch aber Hals- oder Mandelentzündungen oder anderen Erkrankungen der Luftwege. Bei Verdauungsproblemen hilft es, etwa einen Teelöffel Bockshornkleesamenpulver für eine Stunde in einem Esslöffel organischem Joghurt einzuweichen und zu essen.

Bockshornkleesaat eignet sich zum Heranzüchten von Keimen. Deren kräftiger, anregender Curry-Geschmack passt gut in exotische Salate und Suppen und schmeckt nicht nur lecker, sondern liefert Vitamine und wirkt blutreinigend. Vor Jahrhunderten galten die Keime aus Bockshornkleesaat übrigens als Aphrodisiakum.

Aktivierter Bockshornklee

„Aktivierter Bockshornklee“ wird vor der Verarbeitung mikrobiologisch untersucht, gereinigt und thermisch behandelt, bevor er gemahlen und zu Kapseln oder Tabletten verarbeitet wird. Drei bis neun dieser Kapseln täglich mit viel Flüssigkeit eingenommen eignen sich für alle bislang beschriebenen Behandlungen und als Nahrungsergänzung. Wer den typischen Geschmack der Samen mag, kann diese Kapseln auch öffnen und den Inhalt als Gewürz nutzen.

Bockshornkleeblätter
Bockshornkleeblätter werden im Orient als Gemüse und Salat ebenso wie als Gewürz verwendet. Bringt man Samen zum Keimen und lässt sie dann weiter wachsen, kann man die Pflanzen später auch auf diese Weise nutzen – und erhält unbedenkliche Öko-Qualität auf der eigenen Fensterbank.

Bockshornklee Tinktur
Unter einer Tinktur versteht man ein Medikament für die innere oder äußere Anwendung, bei dessen Herstellung frische oder getrocknete Kräuter oder auch Samen mit hochprozentigem Alkohol, meist Ethanol, angesetzt werden. Der Alkohol extrahiert die Wirkstoffe aus der Pflanze und macht sie zugleich haltbar. Bockshornklee-Tinktur eignet sich beispielsweise zur Behandlung der Kopfhaut und des Haarbodens, um den Haarwuchs zu fördern und Haar- und Kopfhautprobleme zu behandeln.

Bockshornklee Tabletten
Bockshornklee Extrakt als Tabletten ist eine weitere Darreichungsform für alle, denen Tee oder Aufguss nicht schmecken, die aber dennoch nicht auf die vielseitige Wirkung bei der Einnahme verzichten möchten.

Bockshornklee-Öl
Bockshornklee-Öl lässt sich aus den Samen gut selbst herstellen – es hilft als Auflage gegen Hautausschläge. Dazu röstet man etwa einen Teelöffel der Samen vorsichtig an und verrührt ihn mit der gleichen Menge Mandelöl zu einer Paste, die man dann auf die betroffene Haut aufträgt.

Auch fertiges Bockshornklee-Öl ist im Handel: Dabei werden die Samen in nativem Olivenöl extrahiert, filtriert und gepresst. So behandelte Produkte sind oft jahrelang haltbar und wirksam. Bockshornklee-Öl eignet sich ebenso wie die Tinktur beispielsweise gut zur Behandlung von Haarausfall.

Die Zubereitung von Bockshornklee Tee
Echter Bockshornklee-Tee erfordert etwas Zeit und Geduld bei der Zubereitung. Zwei bis zweieinhalb Esslöffeln Bockshornkleesamenpulver oder geschroteter Samen werden mit 250 ml kaltem Wasser für die Dauer von drei Stunden angesetzt. Den so entstandenen Sud mitsamt den Samen lässt man auf dem Herd kurz aufwallen, seiht ihn dann ab und trinkt ihn warm. Im Gegensatz dazu wird Stilltee, der normalerweise neben Bockshornkleesamen auch Anis, Fenchel oder Kümmel enthält, nur aufgebrüht und nach fünfminütigem Ziehen getrunken.

Besser online kaufen
Bockshornklee kaufen kann man bei vielen Anbietern exotischer Kräuter oder Tees in unterschiedlichster Form und Aufbereitung. Im Internet haben sich viele von ihnen bereits auf reine Bio-Ware aus Anbau nach streng ökologischen Gesichtspunkten spezialisiert. Erkennbar sind sie an Bio-Siegeln, Zertifikaten und Öko-Garantien: Hier kann man getrost einkaufen.

Bockshornklee wird vor allem im Orient oder Nordafrika angebaut und von dort werden sowohl Bockshornkleesaat als auch Sprossen und Grünpflanzen oft frisch importiert und beim Händler „um die Ecke“ angeboten.

Doch hier ist Vorsicht geboten. Es ist sehr wichtig, beim Kaufen auf die Herkunft der Pflanzen und Samen zu achten. Denn nicht zertifizierte Ware unbekannter Herkunft ist möglicherweise mit Schadstoffen oder Bioziden verseucht. 
Wer dennoch frische Bockshornkleeblätter oder Bockshornkleesamen kaufen möchte, die aus anderen Quellen stammen, sollte sie zumindest vor dem Verzehr gründlich waschen, rösten oder kochen.

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