Direkt zum Hauptbereich

Textauszug aus meinem ersten veröffentlichten Buch -2005-

Textauszug für Heute aus: Der Wanderer der letzten Zeit
© Lennart Cole

……….Mit den Worten „die Stadt der Weisen ist wohl verlassen, sagt man“, unterbrach am Ende der köstlichen Mahlzeit Denji die Stille. Der Wanderer, begann an seinem Zigarillo weiterzurauchen, als hörte er nicht, was Denji ihm gesagt hatte. „Ja so wird es wohl sein“, war die späte Antwort.
„Was hat das zu bedeuten“, fragte Denji und der Wanderer ließ seinen Blick in die Ferne schweifen. „Es hat zu bedeuten, dass die Stadt nun verlassen ist und dass es keinen Rat mehr gibt für alle Ratsuchenden Wesen, solange es so ist, wie es ist.“

Die Zeit der Ratlosigkeit hat begonnen, sagte der Wanderer dann in einem ernsteren Tonfall.

Es steht auf Messers Schneide, denn nun ist die Zeit da, in der die, die nach Macht streben alle Erinnerung auslöschen wollen.

„Wird es ihnen gelingen,“ fragte Denji. Wir werden sehen, antwortete der Wanderer, wir werden sehen, doch oft besitzt gerade das, was verloren scheint, eine 
ungeahnte Kraft, um neu zu erstehen. 
Das Buch, sagte Denji mit fragenden Unterton, was ist mit dem Buch. Es verblasst, antwortete der Wanderer. Die Schrift verblasst und mit ihm die Erinnerung, die geschrieben ist. Das Feuer des Vergessens bei den Bardha wird ebenfalls immer schwächer, denn die Menschen haben immer weniger, was sie diesem Feuer anvertrauen wollen.

Die Menschen werden bewegt und bewegen sich selbst nur noch als Gefangene. Sie denken nicht mehr sondern sie konsumieren, sie fühlen sich nicht mehr, nehmen nicht mehr wahr, sondern stillen immer neuen Durst auf immer neue Weise. Das ist der Grund, wieso die Menschen das Feuer des Vergessens nicht mehr nähren wollen, indem sie die Dinge, derer sie sich entledigen wollen dort hineinwerfen, damit das Feuer es ein für alle mal verbrennt. Wie glücklich wäre ich, wenn dieses Feuer größer würde als je zuvor, wie viel heller würde es dann um jeden einzelnen Menschen werden und wie viel sicherer wäre dann sein Gang über die Welten.
Doch wer kann eine Antwort darauf geben, ob auch die letzte Erinnerung in den Herzen der Menschen verblassen wird. Wenn sie verblassen sollte, wird dieses Buch nie wieder geschrieben, das Feuer verlöschen und beides wäre für alle Zeit verloren.

Wenn es noch einen Funken Erinnerung gibt, der lebendig bleibt, dann jedoch wird es neu erstehen und vielleicht mit einer noch nie da gewesenen Kraft und Klarheit. „Also besteht noch Hoffnung“, fragte Denji. „Vielleicht“ antwortete der Wanderer, „Vielleicht“, doch darauf wird uns niemand eine Antwort geben können, denn es ist der freie Wille aller Wesen, was entsteht und was verloren geht. Wie soll man jemanden der in Fesseln erzogen wird die Freiheit erklären? Dieses Unterfangen wäre so einfach, wie es einfach wäre einen Blinden zu erklären, was die Farben rot, grün und blau sind.
Der Wanderer stimmte leise ein Lied an, das von einem Volk stammte, das längst nicht mehr existierte, dessen Verse jedoch im Buch der Erinnerung geschrieben waren.

Anfang und Ende

Der Anfang kennt das Ende nicht.
Jeder Anfang ist ein Quell.
Der Anfang beginnt seinen Weg ganz schlicht,
fließt mal langsam und mal schnell.

Ein Fluss wird schnell zum See,

vom Hindernis vollbracht.
Die Quelle sprudelt unbeirrt,
mit ungebremster Kraft.

So wird ein Fluss zur großen Ruh,

wenn ein Hindernis ihn staut.
Ob jener See ein Ende wird,
ist nur der Quelle anvertraut…….

© Lennart Cole

Autor, aber nicht immer Gentleman.
-Autor, Texter, Bücherwurm, Videoschnitt, Musik-, und Filmfetischist-


Kommentare

Post`s der Woche

In der Welt, die ich mir vorstelle....

Wir müssen das vorhandene Geld dafür einsetzen, um MIT und nicht GEGEN unseren Planeten zu leben. Wir müssen verstehen lernen, dass er unsere Lebensgrundlage ist.
Hierzu wird es unweigerlich notwendig sein, über NEUE ARTEN der Marktwirtschaft nachzudenken und dafür KONZEPTE zu entwerfen.



Die Idee einer "PARTIZIPIERENDEN NACHHALTIGEN MARKTWIRTSCHAFT" findet sich in unseren THESEN wieder.
 Sie beinhaltet weder Gleichmacherei, in der Leistung und Engagement sich nicht mehr lohnen, noch fördert sie die ausufernde Ansammlung von Reichtum weniger Menschen. Sie soll Leben bewahren, Forschung fördern und Menschen, Unternehmungen, Forschung und Projekte auf die akuten Probleme ausrichten.
Wir können nicht weiter unsere Augen verschließen, denn wir sehen in den Kindern unserer KINDER schon jetzt die Generation, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen unbewohnbaren Planeten direkt erleben wird.https://unserlebenprojekt.blogspot.com/2018/11/in-100-jahre-wird-unsere-erde-fur.html

Weltweit,…

Partizipierende Nachhaltige Marktwirtschaft

Die Idee einer "PARTIZIPIERENDEN NACHHALTIGEN MARKTWIRTSCHAFT"
Sie fördert Leistung und Engagement , verhindert eine Ansammlung von Reichtum weniger Menschen. Sie soll Leben bewahren, Forschung fördern und Menschen, Unternehmungen, Forschung und Projekte auch auf die akuten Probleme und Herausforderungen unserer Zeit ausrichten können.
Wir können nicht weiter unsere Augen verschließen, denn wir sehen in den Kindern unserer KINDER schon jetzt die Generation, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen unbewohnbaren Planeten direkt erleben wird.

Weltweit, unabhängig von Land, Religion und Kultur können sich Menschen auf die wichtigsten Notwendigkeiten einigen, die ein jeder Mensch auf dem Planeten benötigt, um ein friedvolles leben für sich und im miteinander führen zu können. Dies wäre ein guter Anfang und die Basis einer ersten weltweiten Verfassung und einem neuen Marktwirtschaftlichen System, der Idee einer "PARTIZIPIERENDEN NACHHALTIGEN MARKTWIRTSCHAFT"
In einer "…

Inoffizielle Neujahrs-Ansprache eines selbsternannten

Liebe Bürgerinnen und Bürger des Bundesrepublik Deutschland, Europas und der Welt.
Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken.

Bedanken dafür, dass wir wiederum einen großen Schritt weitergekommen sind. Ich möchte in meiner diesjährigen Ansprache die Opfer in den Mittelpunkt stellen, die mich sehr tief berühren.

Ein Opfer ist ein freiwilliger Verzicht. Wir fragen uns nun, was dank Ihrer Opfer erreicht werden konnte.

Studien belegen, dass es dank der Unterstützung von 99% aller Menschen dieser Welt, 1% der Menschen in unserer Welt noch besser geht, als es jemals der Fall war.

Dank Ihnen, durften 1% aller Menschen im Jahr 2017, 82% aller Gewinne weltweit in die eigenen Taschen stecken.
Dank Ihrer gelebten Solidarität lebt jeder 5`te in der BRD in und unterhalb der Armutsgrenze, hungern 1 Milliarde Menschen auf der Welt und jedes 6`te Kind erlebt Krieg.

Dank Ihnen schützen wir nun die Außengrenzen Europas schon in Afrika, auch wenn dies zur Folge hat, dass Wanderarbeiter nun in diesen Län…

Lebst Du, oder wirst Du gelebt?

Textauszug aus "Der Wanderer der letzten Zeit" VÖ2005 (C)Lennart Cole

"....Suche im Kreis
Ständige Suche, ruhelos und doch wieder
die gleichen Menschen mit anderem Gesicht.
Die gleiche Situation an einem anderen Ort.
Das gleiche Gefühl, schon wieder.
Lauf schneller! Lauf und suche weiter!
Irgendwo ist es, was du suchst!
Es? Bin ich Es, der gleiche Kreise zieht?
Wenn ich Es bin, dann suche ich mich.
Irgendwo bin ich, „Ich selbst“ und habe Es gefunden.

Leonard beschloss diesen Dingen so weit wie möglich auf den Grund zu gehen und fragte sich immer wieder: „Was ist ein eigener Weg.“
Andere beobachten, zu kritisieren, zu bewerten ist zu einfach, also begann Leonard sich selbst als jemanden zu sehen, der es Wert ist,  entdeckt zu werden und stellte sich diese Frage selbst: „Was ist mein eigener Weg.“
Er fragte seine Gefühle, seinen Verstand, seinen Willen, seine Intuition, seine Ideen, seine Phantasien und irgendwann war er so weit, dass diese Entdeckungsreise für ihn zu ei…

Cowboy und Indianer -ein Lustvolles Spiel-

Textauszug: aus meinem Buch "Lümmel Luder Lust"
Eine Passage im Buch begann ungefähr so…
…Ich spielte gerne mit den Jungs aus der Nachbarschaft Cowboy und Indianer. Ich spielte es nicht, weil ich Puppen oder sonstiges Mädchenspielzeug nicht toll fand, ich spielte es weil ich jedes Mal gegen Ende des Spiels gefesselt wurde. Wenn ich gefesselt war, fühlte ich mich wohl, frei, verzückt. Ich brachte den Jungs bei, mich fester zu fesseln, öfter zu fesseln. Einmal vergaßen sie, mich sogar loszumachen und ich verbrachte Stunden gefesselt an einem Baum, bis mein Vater mich fand, mir die Fesseln löste und meinte, mich trösten zu müssen. Ich brauchte aber gar keinen Trost, ich genoss es und war ihm innerlich böse.

Später, als ich größer war, zwölf oder dreizehn, spielten meine Freundinnen mit mir Doktorspiele. Was ich dabei besonders liebte, waren Nadeln, die wir als Spritzen einsetzten. Ich brachte meiner Freundin bei, mich damit fest und fester zu piksen. Es erregte mich. Die, die mir…