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Loslassen

Man muss Menschen nicht bekämpfen, hassen, oder diffamieren. Es gibt andere Möglichkeiten, um sich von etwas zu trennen, oder sich von jemanden zu distanzieren.
Loslassen.
Mit Partnern ist man ganz eng verbunden. Oftmals auch mit wirklichen Freunden. Im laufe der Zeit kann es jedoch sein, dass ein Partner, oder Freund einen Weg einschlägt, dem man nicht folgen kann und daher auch nicht folgen will.
Die Kluft die entstanden ist scheint unüberwindlich. Man redet aufeinander ein, versucht zu überzeugen, versucht zu argumentieren, appelliert mit allen verfügbaren Mitteln, um diesen Menschen wieder ins das eigene Leben zu integrieren, oder dort zu HALTEN.

Man ist ja auch traurig, enttäuscht und vermisst diesen Menschen, der einem so nahe war. Er oder Sie, hat sich entfernt oder geht einen ganz anderen Weg, der mit einem innerlichen Wandel einhergeht.
Freunde übernehmen scheinbar plötzlich z.B. RECHTSPOLITISCHE Gesinnungen, andere verschreiben sich dem Materialismus. Die Gründe können vielfältiger Natur sein, sind aber nicht oberflächlich, sondern Grundsätzlich. Man selbst hat sich entschieden, dass Hass und Trennung, Schuldzuweisung und Diffamierung keine Lösung darstellt und doch überzeugt man nicht.
Was tun, wenn man den WEG des Partners u.o. Freundes nicht mehr mitgehen kann.

Loslassen!
Jeder Mensch geht einen ganz persönlichen WEG der Entwicklung. Entwicklung ist mehr als nur reines Wissen, es ist erfahren, erleben, tiefes fühlen, aus dem man Erkenntnis gewinnt.
Ein Mensch der z.B. wenig Eigenliebe besitzt, sich nicht annehmen kann, wenig Selbstwert besitzt, braucht viel Bestätigung von außen.
Oftmals sucht man verbündete, um sich wieder als "JEMAND" zu fühlen, der Wahrgenommen wird. Das dies eine Illusion ist liegt darin gegründet, dass Wahrheit nicht durch eine Menge an "JA-SAGERN" oder "VERBÜNDETEN" erzeugt wird, sondern allein durch den Inhalt.
Wahrheit sorgt für sich selbst, sie IST auch, wenn SIE NIEMAND sieht, wahrnimmt, formuliert.
Den Mut zu haben, zu etwas zu stehen, was begründbar, beobachtbar, erkennbar, fühlbar wahr ist und damit allein zu sein, braucht viel Selbstwert, oder wie man im Business so schön sagt, "Standing." Man steht sicher auf den eigenen Beinen.

Mit der Wahrheit ist es jedoch so eine Sache. Mir geht es oft so, dass ich meine etwas erkannt zu haben, durchdrungen zu haben und Jahre später erlebe ich, dass ich zwar schon tief im Thema war, aber noch lange nicht die Wurzeln erreicht habe.
Wir begnügen uns viel zu schnell mit oberflächlichen Inhalten. Wir vergessen dann, dass die Ursachen, die Wurzeln völlig andere sind, weil wir nicht mehr finden wollen. Wir begnügen uns damit. Wir sind viel zu schnell zufrieden zu stellen, wenn es um wichtige Inhalte geht.

Daher ist es für uns immer leichter das Oberflächliche anzuerkennen, denn es ist ganz leicht zu schlucken, wir müssen nicht einmal kaufen, erst recht nicht verdauen, doch die Ausscheidungen sind gewaltig. Populismus beschäftigt sich daher oberflächlich mit populären Themen. So gewinnt man schnell viele verbündete und verbraucht wenig inhaltliche Energie. Man überlässt das begründen den anderen, die dazu verdammt sind, die oberflächliche These zu widerlegen.

Was kann man tun? Man muss sich im Leben entscheiden, wie man leben will und wie man sich leben vorstellt, was man vom Leben erwartet.
Leben ist nicht losgelöst von uns, von jeden Einzelnen, denn jeder von uns ist ein TEIL des Lebens und somit sind wir das Leben und tragen dafür allein die Verantwortung im tun und im unterlassen.
Uns muss klar sein, dass Speise, die man nicht kaut, wenig Inhaltsstoffe freigibt. Wenn wir nur schlucken, ohne zu kauen, würden wir verhungern. Wir sollten Informationen daher ausgiebig kauen.
Wir können nicht das Leben eines anderen führen, sondern uns lediglich austauschen.
Um etwas loszulassen ist es wichtig es vorher ausgiebig anzufassen, oder festzuhalten.
Liebe in ihrer reinen Form kämpft nicht, sie lässt sein, denn nur so können auch andere einen Weg gehen, der zu eigener Erkenntnis führt. Liebe lässt los. 

In unserer Welt, in der jetzigen Zeit, sehen, erleben wir in dutzenden Beispielen, wie Gewalt, Unterdrückung, Kontrolle, Erwartungen -die regeln das ohne mich-, das ständige abnehmen durch Eingreifen, kaum bis keine wirkliche Veränderung herbeiführt.
Es führt zu keiner Veränderung, weil eine Masse Menschen nur noch Beobachter derer sind, die das Leben in sehr wichtigen Dingen regeln. Leben besteht aber nicht darin Beobachter des Lebens zu sein, sondern Täter des Lebens.
Das bestätigt sogar die Hirnforschung, die ihr Erkenntnis darin ausdrückt, dass alles, worin was wir nicht mit unseren Sinnen erleben, auch nicht zu unserem Leben gehört. Je mehr Sinne eingebunden sind, desto mehr ist es in uns verankert. So ist es auch beim helfen.
Wir helfen niemanden, wenn wir es ihm abnehmen, aber wir können unterstützen!
Würden wir am Ende des Lebens unseren Lebensfilm sehen, wären alle Szenen, in denen wir nur Beobachter waren einfach Schwarz und inhaltslos.
Wenn jeder von uns mal tief, ehrlich und offen sein Herz, seinen Bauch befragt, bin ich davon überzeugt, dass sehr viele das genauso empfinden und so erleben.
Dieses Empfinden in die Tat umzusetzen, braucht Vertrauen, Stärke und Erkenntnis.
Im Artikel "Wieso Bürger und Völker nicht dumm sind", bin ich ausgiebig auf dieses Thema eingegangen.

Zum Artikel: Hier Klicken

Ein interessante Frage, die wir uns persönlich stellen können, wenn wir andere für schuldig erklären, mitschuldig u.o. Entscheidungen treffen ist:
Was hat das mit mir zu tun?
Wichtig ist jedoch eines. Meinungsfreiheit darf man nicht mit Freiheit verwechseln. Man darf alles sagen, behaupten, doch eine Meinung die Freiheit anderer einschränkt, oder die Würde des Menschen antastet, hat mit Freiheit keine Gemeinschaft. Meinungsfreiheit, die dann sachlich, faktisch, nachweisbar falsch ist, dient einem Zweck. Hier sollten wir genau hinschauen.
Im mehreren Artikel habe ich versucht das Wort Freiheit näher zu beleuchten:

Artikel über Freiheit: Hier klicken

Ich wünsche uns daher viel eigene Erkenntis, die Fähigkeit loszulassen und am Ende unseres Lebens einen bunten, wundervollen Film mit ganz wenig Schwarzpausen.

Euer Lennart Cole

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