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Die Geisterorden

Textauszug aus "Der Wanderer der letzten Zeit von (C) Lennart Cole: VÖ 2005
".....Alles was es zu erleben gilt ist den Menschen so nah, doch sie sind so blind geworden, murmelte der mit einer Stimme voller Mitgefühl. Vor seinen Augen sah und hörte er eine Situation, in der US-Präsident Theodore Roosevelt in seinem Wahlprogramm 1912 verkündete:
„Hinter der sichtbaren Regierung sitzt auf dem Thron eine unsichtbare
Regierung, die dem Volke keine Treue schuldet und keine Verantwortlichkeit anerkennt. Diese unsichtbare Regierung zu vernichten, den gottlosen Bund zwischen korruptem Geschäft und korrupter Politik zu lösen, ist die Aufgabe der Staatsmänner.“

Glauben die Menschen, dass dies ein Satz ist, der nur für das Jahr 1912 seine Gültigkeit hatte? Es existieren Mächte mit langen Armen und diese Mächte spürt ein jeder Mensch in seinem nächsten Umfeld.
Der Wanderer wusste auch von den Planungen mit Kriegen Macht an sich zu
reißen, oder sogar eine Weltherrschaft anzustreben. 2 Kriege hatten schon
stattgefunden, und sollen geplant stattgefunden haben. Der Dritte Krieg steht jedoch noch aus.
Dies steht in einem Brief, der 1970 im der Bibliothek des Britischen Museums in 
London ausgestellt war. Der Brief wurde am 15. August 1871 von Pike verfasst,
indem er Mazzini ein groben Plan zur Errichtung einer neuen  Weltordnung 
beschrieb. Nach seinen Worten ....
„ ..werden wir im ersten dieser Kriege die Nihilisten und Atheisten loslassen; wir
werden einen gewaltigen gesellschaftlichen Zusammenbruch provozieren, der
in seinem ganzen Schrecken den Nationen die Auswirkungen von absolutem
Atheismus, dem Ursprung der Grausamkeit und der blutigsten Unruhen klar vor
Augen führen wird.
Dann werden die Bürger - gezwungen, sich gegen die Minderheit der Revolutionäre zur Wehr zu setzen - jene Zerstörer der Zivilisation ausrotten. Die Mehrheit der Menschen wird,  gottgläubig wie sie ist, nach der Enttäuschung durch das Christentum und daher ohne Kompass (Geistige
Führung), besorgt nach einem neuen Ideal Ausschau halten, ohne jedoch zu wissen, wen oder was sie anbeten soll. Dann ist sie reif, das reine Licht durch die weltweite Verkündigung der reinen Lehre Luzifers zu empfangen, die endlich an die Öffentlichkeit gebracht werden kann. Sie wird auf die allgemeine reaktionäre Bewegung, die aus der gleichzeitigen Vernichtung von Christentum
und Atheismus hervorgehen wird, folgen.“

Der Wanderer erinnerte sich, dass Albert Pike am 29.Dezember 1809 in Boston geboren wurde. Obwohl seine Eltern aus bescheidenen Verhältnissen stammen, konnte er in Harvard studieren. Später zog er nach Newbury. Albert Pike war ein Genie des Bösen, Er hatte viele Talente, die er ausschließlich destruktiv einsetzte. Außerordentlich belesen, beherrschte er sechzehn antike Sprachen in Rede und Schrift. Er schrieb unter anderen:
Wäre Luzifer nicht Gott, würde Adonai (der jüdische Gott) dessen Taten
Beweise für seine Grausamkeit, Verschlagenheit, seinen Menschenhass, sein
Barbarentum und seine Ablehnung der Wissenschaft sind, würden dann Adonai
und seine Priester ihn verleumden? Ja, Luzifer ist Gott; unglücklicherweise ist
Adonai auch Gott. Denn nach dem ewigen Gesetz gibt es Licht nicht ohne
Schatten, Schönheit nicht ohne Hässlichkeit, Weiß nicht ohne Schwarz. Das
Absolute kann nur in zweier Gottheiten existieren: das Dunkle dient dem Licht
als Hintergrund, die Statue bedarf des Sockels, die Lokomotive braucht die
Bremse . . . Die satanische Doktrin ist Ketzerei. Die wahre und reine
philosophische Religion ist der Glaube an Luzifer, den Adonai Gleichgestellten.
Aber Luzifer, der Gott des Lichtes und des Guten, kämpft für die Menschlichkeit
gegen Adonai, den Gott des Dunklen und Bösen“.
(Auszuge aus -La Femme et l`enfand dans la France-Maconnerie Universelle –Weib und Kind im französischen  Universalmauertum- von A.C. de la Rive S. 558; sowie -Occult Theocrasy- von Lady Ouenesborough, S. 220)

1871 bis 1914 lebte ein Mann namens Christian Morgenstern, der als Sohn eines Landschaftsmaler sich mit Dichtung und Lyrik beschäftigte. Er publizierte mit Freunden zwischen 1892 und 1893 die kulturkritische Zeitung deutscher Geist. Christian Morgenstern lebte im Zeitalter der Pikes und Mazzinis und schrieb in einem Gedicht doch ausgerechnet über Luzifer. Die Klarheit seiner Botschaft blieb so vielen verschlossen, doch der Wanderer wusste um die Botschaft in seinem Poem.
Luzifer brauchte den Menschen nicht und seine Geisterorden waren und sind Menschen, die wie ein Spuk, wie ein Geist auf dieser Erde wandeln.
Mensch, du bist es der nach dem Ende des „Paradieses“, der „Traumzeit“, dem „Reiches des Lichtes“, der „Urzeit“, wie dich so viele Religionen, Überlieferungen, Sagen und Mythen nennen, sein eigenes Bewusstsein schaffen soll. Mensch, du bist für Dich aufgebrochen auf diesen Weg.
Werde dir deiner Möglichkeiten bewusst und besinne dich, wozu du aufgebrochen bist rief der Wanderer in die Ferne und sein Blick suchte die Sterne am Himmel.

Luzifer
Ich will mein Licht vor eurem Geist verschließen,
ich will euch nicht, ihr sollt mich nicht genießen,
bevor ich nicht ein Eigenlicht geworden.

So bring´ ich wohl das Böse in Erscheinung
Als Geist der Sonderheit und der Verneinung,
doch neue Welt erschafft meine Geisterorden.

Aus Widerspruch zum unbeirrten Wesen,
aus Irrtum soll ein Götterstamm genesen,
der sich aus sich-und nicht aus euch-entscheidet.
Der nicht von Anbeginn in Wahrheit wandelt,
der sich die Wahrheit leidend erst erhandelt,
der sich die Wahrheit handelnd erst erleidet.
(Christian Morgenstern)

„Es wird Zeit“ murmelte der Wanderer, „es wird Zeit“, die Konturen der Umgebung verschwanden und ein großer Dom nahm Gestalt an. Es war einer der schönsten Dome Europas, aber auch einer der Unbekanntesten, da sich dieser Dom auf einer Insel befand....  "Textauszug Ende

Eine weitere Textpassagen aus "Der Wanderer der letzten Zeit" von Lennart Cole
Je leerer der Mensch wird, desto größer werden seine materiellen Werke, die ihn an seine größte Sehnsucht erinnern sollen. Mit materiellen Prachtbauten wie Tempel, Kirchen, Monumenten wollte der Mensch seine Treue zu dem sichtbar machen, den sie Schöpfer nennen, oder andere Namen gegeben haben. Sie wollen sich selbst an das erinnern, was in dem Innersten ihres Herzens immer stummer, leerer und dunkler wird. 

(C) Lennart Cole aus "Der Wanderer der letzten Zeit" VÖ: 2005 Geest-Verlag

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