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Leben besteht nicht aus dem, was nicht ist.. -Textauszug-

Leben ist spüren, fühlen, sehen, riechen, schmecken, hören, bewegen, tun, austauschen und nur das führt zu wirklichem Wissen und Individualität.
Leben ist Enttäuschung zuzulassen um nicht in der Täuschung hängen zu bleiben.
Es wäre Verschwendung das Leben nur im Kopf, oder unter Laborbedingungen, zu leben, ohne diese Gedanken in der Praxis zu erproben.
Wenn Sie glauben, meine Behauptungen sind pure Theorie, dann gehe ich noch ein Stück weiter und beziehe den jetzigen Stand der Gehirnforschung mit ein. Forscher, wie zum Beispiel Kandel, haben nach Antworten gesucht und sie teilweise auch  gefunden.
Anouk, vielleicht kennen Sie den Film „Rain Man“. Menschen mit solchen Fähigkeiten nennt man in der Fachsprache „Savant“.
Die Vorlage für den Film bot ein Savant, der tatsächlich in der Lage ist ein Telefonbuch auswendig zu lernen. Wem das nicht erstaunlich genug ist: Der „Savant“ der als Vorlage für den Film diente, konnte jedes Wort aus 12.000 Büchern auswendig zitieren. Andere „Savants“ können bei einem 45 Minuten Flug über Großstadt wie New York  alle Häuser auf malen inklusive der Fassade inclusive aller Details. Das ist für uns, die wir kein Savant sind, kaum vorstellbar.
Doch solche Menschen können sich teilweise nicht selbst anziehen, Essen kochen oder andere einfachste Dinge, weil sie eine bestimmte Hirnfunktion nicht besitzen und diesen Ausfall dadurch kompensieren, dass ihr Gehirn sozusagen alle Schaltkreise auf eine bestimmte Funktion fokussiert. Nur so ist dieses Gehirn dann zu solchen Höchstleistungen fähig ist.
Ein „normales“ Gehirn funktioniert nicht wie eine Blue Ray oder CD-Rom und Leben funktioniert erst recht nicht so.
Wenn wir uns erinnern, dann erinnern wir uns im Regelfall nicht in Wörtern, sondern wir erinnern uns in Bildern und Szenen.
Somit ist eines klar. Wenn wir kein „Savant“ sind, dann müssen wir Leben. Ein Savant hat keine Wahl, wir jedoch haben eine Wahl und es wäre somit „dumm“, wenn wir so leben wie ein Savant. Am Ende unseres Lebens wäre dann kaum eine Erkenntnis, kaum eine Erinnerung existent.
„Das verstehe ich noch nicht wirklich, Ayk.“
„OK. Ich hole noch etwas weiter aus. In der Wissenschaft wird zwischen einem episodischen Gedächtnis, einem Faktengedächtnis und einem Vertrautheitsgedächtnis unterschieden. Das episodische Gedächtnis begleitet uns durch unseren erlebten Alltag.
Dieses episodische Gedächtnis beinhaltet alles, was mich im Alltag beschäftigt und bewegt.
Der Schriftsteller Max Frisch nannte es, >>die Biografie, die wir dann für unser Leben halten.<<
Die Dinge, in der man selbst nicht Hauptdarsteller ist, sondern Nebendarsteller, Beobachter, Unbeteiligter, wandert lediglich ins Faktengedächtnis.
Leben bedeutet somit, Hauptdarsteller seines eigenen Lebens sein. 
Wenn Sie also ein Kochrezept lesen, wandert es ins faktische Gedächtnis. Lesen Sie Jahre später etwas, was dem ähnelt oder gleicht, sagt Ihnen das in vorzüglicher Treffsicherheit, das Vertrautheitsgedächtnis. Erst wenn Sie dieses Gericht kochen, ist es im episodischen Gedächtnis verankert und gehört ab da zu Ihrer Biografie, also zu Ihrem Leben. Je intensiver Sie das tun, also wenn Sie das Gericht ´probieren, die Bestandteile riechen, ab schmecken, damit experimentieren, desto intensiver ist es ein Bestandteil des eigenen Lebens.
Theorien(*) sind es also Wert gelebt zu werden.
„Jetzt hab ich`s kapiert, Ayk.“
„Ich ging in die Flughafenbücherei und kaufte mir zwei Bücher. Eines zum Thema SM und eines zum Thema Bandage. Ich war einfach fasziniert. Nie war ich so erregt. Nie hatte ich vorher so facettenreiche Gefühle erlebt. Ich hatte mit ihr gespürt und war doch bei mir gewesen. Wir waren miteinander verschmolzen. Sie diente, ich bestimmte alles, sie bat, ich gewährte, und sie schenkte mir ihr Vertrauen,  ihre Hingabe und ich spielte mit ihrem Körper wie auf einem Instrument. Ich war völlig befriedigt. Selbst ohne Orgasmus wäre es für mich mehr als pure Erfüllung gewesen, denn ich bin innerlich mit ihr explodiert, wenn sie einen Orgasmus hatte. Ich weiß nicht, ob sie sich das vorstellen können, Anouk. Wenn sie einen Orgasmus hatte war es mir, als hätte ich innerlich auch einen Orgasmus und das ohne direkte Beteiligung meines Schwanzes. Ich explodierte mit ihr, weil ich geistig mit ihr so verbunden war, dass ich sie auch körperlich spürte.
Ich war in ihr, und sie war in mir, verschmolzen und eins, so wie ich damals am Strand mit der Natur vereint war. Es war für mich in dem Moment des Erlebens tiefster Genuss ohne auch nur ansatzweise Ekel oder Reue zu empfinden.
Die Gedanken danach waren erlernte Gedanken, weil das in solcher Form nicht wirklich gesellschaftsfähig war. Ich sagte diesen Gedanken, dass ich ihr nicht geschadet habe und sie nicht mir und fügte diese Erkenntnis (*) den unzähligen bewussten Ordnern meines Gehirns hinzu, die wir gemeinhin Unterbewusstsein (*) oder Persönlichkeit nennen.
Ich war der, der allein entschied, ob ich aus Rücksicht auf einmal erlerntes oder auf Rücksicht einer erdrückenden Meinung anderer, sah und bewertete oder ob ich das, was ich erlebt hatte, so stehen lassen konnte und zwar genau so wie ich es tatsächlich in dem Moment für mich erlebt, gefühlt hatte. Ich legte also meinen Schwerpunkt auf darauf, wie es sich wirklich für mich in dem Moment anfühlte.
„Meinung Anderer,“ was meinen Sie damit Ayk.
„Naja. Regeln, erlerntes, Erziehung. In Amerika ist es zum Beispiel in einigen Staaten verboten, dass eine Frau den Mann oder ein Mann eine Frau mit dem Mund befriedigt. Sie glauben nicht, wie groß der Einfluss solcher Regeln auf das Verhalten, der dort lebenden Menschen, ist. Wissen sie, dass Menschen anderen Menschen sogar bei der Polizei anzeigen, wenn der Verdacht da ist, dass sie gegen diese Regeln verstoßen. Stellen Sie sich nun vor Anouk, Sie wohnen in einem solchen Umfeld mit entsprechenden Nachbarn.
Ich wollte und ich konnte bewerten, ob mir persönlich etwas gefällt. Das was ich gelernt hatte, also was sein darf und das was ich an mir tatsächlich beobachtete, fühlte, spürte  waren oftmals mehr als zwei paar Schuhe. Es stimmten einfach Dinge nicht überein. Wenn ich in Gedanken etwas ablehne, mich währenddessen aber wohl fühle, passt da etwas nicht zusammen.
Die Beobachtung ist ein weiterer  Aspekt der Theorie. Sich selbst in der Praxis(*) beobachten führte bei mir zum Behalten, Verwerfen oder zu neuen Versuchen. Eines wurde mir bewusst. Ich gab mir das Recht nicht nur „Einer“ zu sein, sondern „Viele“ und diese „Vielen“ in mir, hatten das Recht zu leben und rege miteinander zu diskutieren.
Neugierig sein, forschen, erleben, ausprobieren kann so viel Spass machen.
Wie ein Kind spielen. So vieles ist todernst, wichtig, lässt nur noch wenig Raum für Humor und doch ist das eigene Leben der wundervollste Spielplatz der Welt.
Hierzu kommt mir gerade eine Begegnung ins Gedächtnis. Es war ein Konflikt während des Seminars mit einem Vertreter der –das war immer so, ich habe meinen Standpunkt- Fraktion.
Standpunkt im Weltall
„Ich habe diesen Standpunkt und daran können Sie machen was sie wollen,“ warf mir der Mann wütend seine Worte an den Kopf.
Ich sah ihm in die Augen und fragte ihn: „Worauf stehen sie?“
„Auf einem Büroteppich,“ antwortete er.
„Und worauf liegt der?“
„Auf einem Betonfußboden. Was soll der Quatsch,“ murrte er herum.
„Oh, einfach so. Worauf liegt der Betonfußboden?“
„Auf Stützen,  die Stützen auf dem Fundament,“ kam die Antwort noch wütender.
„Und das Fundament liegt auf dem Planeten Erde. Stimmt?“
Er nickte sichtlich mürrisch.
„Und wissen Sie was, während Sie einmal mit den Wimpern klimpern, fliegt die Erde über 100km durchs Weltall und die Galaxie in der wir leben fliegt mit allen Sternen wiederum durchs Weltall und Sie meinen Sie haben einen Standpunkt?
Was ich Ihnen aber auch noch zusätzlich einfach mal zu bedenken geben möchte. Sie stehen auf etwas, auf einem Fußboden, der sich in der Zeit unserer Unterhaltung verändert, und Ihr Körper hat sich während unserer kurzen Unterhaltung verändert. Zellen sterben, neue Zellen kommen hinzu und wissen Sie was, Sie selbst entscheiden wie Sie sich selbst gestalten in jedem Moment. Sie Gestalten sich, Ihr Umfeld und alles was ist. Sie sind in keinem Moment –Der Selbe.-
Ich will Ihnen das einfach mal so sagen, damit Sie Standpunkte in zusätzlichem Licht unter anderen Blickwinkeln sehen und erleben können. Machen Sie daraus was Sie wollen.“...Textauszug Ende

Textauszug aus "Lümmel Luder Lust" von Lennart Cole (C)2014

Kommentare

Post`s der Woche

In der Welt, die ich mir vorstelle....

Wir müssen das vorhandene Geld dafür einsetzen, um MIT und nicht GEGEN unseren Planeten zu leben. Wir müssen verstehen lernen, dass er unsere Lebensgrundlage ist.
Hierzu wird es unweigerlich notwendig sein, über NEUE ARTEN der Marktwirtschaft nachzudenken und dafür KONZEPTE zu entwerfen.



Die Idee einer "PARTIZIPIERENDEN NACHHALTIGEN MARKTWIRTSCHAFT" findet sich in unseren THESEN wieder.
 Sie beinhaltet weder Gleichmacherei, in der Leistung und Engagement sich nicht mehr lohnen, noch fördert sie die ausufernde Ansammlung von Reichtum weniger Menschen. Sie soll Leben bewahren, Forschung fördern und Menschen, Unternehmungen, Forschung und Projekte auf die akuten Probleme ausrichten.
Wir können nicht weiter unsere Augen verschließen, denn wir sehen in den Kindern unserer KINDER schon jetzt die Generation, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen unbewohnbaren Planeten direkt erleben wird.https://unserlebenprojekt.blogspot.com/2018/11/in-100-jahre-wird-unsere-erde-fur.html

Weltweit,…

Partizipierende Nachhaltige Marktwirtschaft

Die Idee einer "PARTIZIPIERENDEN NACHHALTIGEN MARKTWIRTSCHAFT"
Sie fördert Leistung und Engagement , verhindert eine Ansammlung von Reichtum weniger Menschen. Sie soll Leben bewahren, Forschung fördern und Menschen, Unternehmungen, Forschung und Projekte auch auf die akuten Probleme und Herausforderungen unserer Zeit ausrichten können.
Wir können nicht weiter unsere Augen verschließen, denn wir sehen in den Kindern unserer KINDER schon jetzt die Generation, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einen unbewohnbaren Planeten direkt erleben wird.

Weltweit, unabhängig von Land, Religion und Kultur können sich Menschen auf die wichtigsten Notwendigkeiten einigen, die ein jeder Mensch auf dem Planeten benötigt, um ein friedvolles leben für sich und im miteinander führen zu können. Dies wäre ein guter Anfang und die Basis einer ersten weltweiten Verfassung und einem neuen Marktwirtschaftlichen System, der Idee einer "PARTIZIPIERENDEN NACHHALTIGEN MARKTWIRTSCHAFT"
In einer "…

Inoffizielle Neujahrs-Ansprache eines selbsternannten

Liebe Bürgerinnen und Bürger des Bundesrepublik Deutschland, Europas und der Welt.
Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken.

Bedanken dafür, dass wir wiederum einen großen Schritt weitergekommen sind. Ich möchte in meiner diesjährigen Ansprache die Opfer in den Mittelpunkt stellen, die mich sehr tief berühren.

Ein Opfer ist ein freiwilliger Verzicht. Wir fragen uns nun, was dank Ihrer Opfer erreicht werden konnte.

Studien belegen, dass es dank der Unterstützung von 99% aller Menschen dieser Welt, 1% der Menschen in unserer Welt noch besser geht, als es jemals der Fall war.

Dank Ihnen, durften 1% aller Menschen im Jahr 2017, 82% aller Gewinne weltweit in die eigenen Taschen stecken.
Dank Ihrer gelebten Solidarität lebt jeder 5`te in der BRD in und unterhalb der Armutsgrenze, hungern 1 Milliarde Menschen auf der Welt und jedes 6`te Kind erlebt Krieg.

Dank Ihnen schützen wir nun die Außengrenzen Europas schon in Afrika, auch wenn dies zur Folge hat, dass Wanderarbeiter nun in diesen Län…

Lebst Du, oder wirst Du gelebt?

Textauszug aus "Der Wanderer der letzten Zeit" VÖ2005 (C)Lennart Cole

"....Suche im Kreis
Ständige Suche, ruhelos und doch wieder
die gleichen Menschen mit anderem Gesicht.
Die gleiche Situation an einem anderen Ort.
Das gleiche Gefühl, schon wieder.
Lauf schneller! Lauf und suche weiter!
Irgendwo ist es, was du suchst!
Es? Bin ich Es, der gleiche Kreise zieht?
Wenn ich Es bin, dann suche ich mich.
Irgendwo bin ich, „Ich selbst“ und habe Es gefunden.

Leonard beschloss diesen Dingen so weit wie möglich auf den Grund zu gehen und fragte sich immer wieder: „Was ist ein eigener Weg.“
Andere beobachten, zu kritisieren, zu bewerten ist zu einfach, also begann Leonard sich selbst als jemanden zu sehen, der es Wert ist,  entdeckt zu werden und stellte sich diese Frage selbst: „Was ist mein eigener Weg.“
Er fragte seine Gefühle, seinen Verstand, seinen Willen, seine Intuition, seine Ideen, seine Phantasien und irgendwann war er so weit, dass diese Entdeckungsreise für ihn zu ei…

Cowboy und Indianer -ein Lustvolles Spiel-

Textauszug: aus meinem Buch "Lümmel Luder Lust"
Eine Passage im Buch begann ungefähr so…
…Ich spielte gerne mit den Jungs aus der Nachbarschaft Cowboy und Indianer. Ich spielte es nicht, weil ich Puppen oder sonstiges Mädchenspielzeug nicht toll fand, ich spielte es weil ich jedes Mal gegen Ende des Spiels gefesselt wurde. Wenn ich gefesselt war, fühlte ich mich wohl, frei, verzückt. Ich brachte den Jungs bei, mich fester zu fesseln, öfter zu fesseln. Einmal vergaßen sie, mich sogar loszumachen und ich verbrachte Stunden gefesselt an einem Baum, bis mein Vater mich fand, mir die Fesseln löste und meinte, mich trösten zu müssen. Ich brauchte aber gar keinen Trost, ich genoss es und war ihm innerlich böse.

Später, als ich größer war, zwölf oder dreizehn, spielten meine Freundinnen mit mir Doktorspiele. Was ich dabei besonders liebte, waren Nadeln, die wir als Spritzen einsetzten. Ich brachte meiner Freundin bei, mich damit fest und fester zu piksen. Es erregte mich. Die, die mir…