Teil 1: Reise zum Planeten Erde

Wie in unserem Leitartikel angekündigt wollen wir uns auf eine Reise begeben.
Ziel ist der Planet Erde.  Der Auftrag unserer Reise ist, diesen unbekannten Planeten zu beschreiben, um denen, die uns auf diese Reise geschickt haben, den Planeten Erde in einem Vortrag näher zu bringen.
Wie würden wir dabei vorgehen?
Als erstes würden wir grundsätzliche Daten erheben. Wie groß ist der Planet? Wieviel Fläche ist Land, wie viel Fläche ist mit Wasser bedeckt? Wer lebt darauf? Wie stellt sich das zusammenleben dar? Wir teilen sich die Menschen diesen Planeten und mit welchen Fakten können wir dies darstellen? Wie leben die Menschen miteinander? Wie ist der Zustand des Planeten? Welche Entwicklungen zeigen sich aktuell? usw...

Eine solche Reise die so viele Fragen hat, wäre eine große Herausforderung. Wir versuchen nun einmal in kurzer und knapper Form diese Fragen nach und nach zu beantworten, um den Auftraggebern diesen Planeten so nahe zu bringen, dass diese eine Vorstellung vom Planeten bekommen. Im Teil 1 unseres Artikel versuchen wir Basisfakten zu sammeln und in verständlicher Form aufzubereiten.

Der Planet Erde

Der Planet Erde hat eine Gesamtoberfläche von 510.000.000 Quadratkilometern. Ca. 71% davon sind von Ozeanen bedeckt.  Somit hat der Planet Erde eine Landfläche mit fester Kruste von: ca. 134.600.000 Quadratkilometern.

Die Landflächen teilen sich 7,55 Milliarden Menschen -Stand 2017-, die auf viele Länder verteilt sind.
Von den Vereinten Nationen wird die volle völkerrechtliche Staatsqualität bei 195 Staaten anerkannt, darunter die 193 Mitglieder der Vereinten Nationen sowie die Vatikanstadt und Palästina. Bei neun weiteren Territorien ist der Status als „Staat“ umstritten.

Das größte Land der Erde ist Russland. Es ist beinahe doppelt so groß wie Kanada, das zweitgrößte Land.
1. Russland 17.098.246 km²
2. Kanada   9.984.670 km²
3. USA   9.833.517 km²
4. China   9.596.961 km²
5. Brasilien   8.514.877 km²
6. Australien   7.692.060 km²
7. Indien   3.287.263 km²
8. Argentinien   2.780.400 km²
9. Kasachstan   2.724.902  km²
10. Algerien   2.381.741 km²

Deutschland ist 357.340 km² groß und steht damit an 62. Stelle. Das kleinste Land der Welt ist übrigens der Staat Vatikanstadt. Er befindet sich in Rom und ist nur 0,44 km² groß.

Man handelt mit Währungen. Auf dem Planeten Erde existieren aktuell 160 verschiedene Währungen.

Wäre die Erde ein Dorf, wie würde dieses Dorf aussehen?

Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohnern reduzieren und auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, so wäre dieses Dorf so zusammengestellt:

60 Asiaten
14 Afrikaner
11 Europäer
14 Amerikaner (Nord u. Süd)
1 Ozeanier (oder ein Deutscher)

52 wären Frauen
48 wären Männer

70 Nicht-Weiße
30 Weiße

70 Nicht-Christen
30 Christen

89 Heterosexuelle
11 homosexuelle

6 Personen würden 59% des gesamten Dorfes besitzen.

Krankheit:
Falls Du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist Du glücklicher als 1 Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden.

Krieg, Hunger, Gefangenschaft:
Falls Du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten oder Hunger gespürt hast – dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

Religionsfreiheit:
Falls Du in die Kirche gehen kannst, ohne die Angst, dass Dir gedroht wird, dass man Dich verhaftet oder Dich umbringt – bist Du glücklicher als 3 Milliarden Menschen der Welt.

Essen, Wohnen:
Falls sich in Deinem Kühlschrank Essen befindet, Du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum Hinlegen – bist Du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.

Geld, Bankkonto:
Falls Du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie oder etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel – gehörst Du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.

Analphabeten:
Du, der Du diesen Text liest, bist Du doppelt gesegnet worden – denn:
Du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können.
Du hast einen PC!

Verteilung von Besitz auf dem Planeten Erde

Im Jahr 2016 besaßen die acht reichsten Personen der Welt–alles Männer–zusammen 426 Milliarden US-Dollar. Demgegen­über verfügte die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – 3,6 Milliarden Menschen – gemeinsam über 409 Milliarden US-Dollar.

In Deutschland vereinen nur 36 Milliardäre so viel Vermögen auf sich, wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung von 41 Millionen Menschen zusammen.

Die reichsten 10 Prozent verfügen gemeinsam über fast zwei Drittel (65 Prozent) des Gesamtvermögens.
Eine Welt, in der ein Prozent der Menschheit so viel Vermögen besitzt wie die verbleibenden 99 Prozent wird niemals stabil sein. Barack Obama im September 2016 vor der UN-Generalversammlung
Zukunftsausblick: In den nächsten 20 Jahren werden 500 Menschen 21 billionen Dollar besitzen -eine summe die größer ist als das Bruttoinlandsprodukt von Indien -einen Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern-
Over the next 20 years, 500 people will hand over $2.1 trillion to their heirs – a sum larger than the GDP of India, a country of 1.3 billion people.


Flüchtlinge:

Rund 25 Millionen Menschen müssen jedes Jahr vor den Folgen des Klimawandels fliehen.
Damit gibt es rund dreimal mehr Klimaflüchtlinge als Vertriebene durch Krieg und politische Verfolgung. 
„Allein während dieser Hurrikan-Saison mussten in Kuba 1,7 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen, das sind 15 Prozent der Bevölkerung. In der Dominikanischen Republik waren es mehr als 50.000 Menschen. Und dann gibt es den Fall von Barbuda, wo jetzt zum ersten Mal seit 300 Jahren überhaupt niemand mehr wohnt.“

200 Millionen Klimaflüchtlinge drohen weltweit in den nächsten 30 Jahren, wenn sich der menschengemachte Klimawandel so wie bisher fortsetzt. Das belegt die Studie Klimaflüchtlinge, die Greenpeace heute anlässlich des UN-Weltflüchtlingstages vorstellt. Aufgrund der globalen Klimaerwärmung verschlechtern sich die Lebensbedingungen für Hunderte Millionen Menschen insbesondere in den ärmsten Ländern der Welt so dramatisch, dass sie gezwungen sein werden, ihre Heimat zu verlassen, um zu überleben. Schon heute sind mehr als 20 Millionen Menschen auf der Flucht vor den Auswirkungen des Klimawandels, mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit. Besonders betroffen sind unter anderem die Sahel Zone in Afrika, Bangladesh und viele Inseln im Südpazifik.

Tendenzen des Umdenkens

Stellen sie sich vor es gäbe eine Überschwemmung, von dem eine große Region betroffen ist.
Stellen sie sich vor, sie würden das Wasser aus Ihrer Wohnung, oder Ihrem Haus pumpen. Wäre damit die Katastrophe für Sie erledigt?
Ihr Nachbar hat keine Pumpe? Helfen Sie?
Ein Straße weiter hat die Flut sogar Häuser zerstört. Was tun Sie?
Was ist nach der Katastrophe? Fragen Sie sich, wieso in den letzten Jahren die Ereignisse in Häufigkeit und Ausmaß stark zugenommen haben? Fragen Sie sich, wieso die Überschwemmungen in Ihrer Stärke zunehmen? Achten Sie vielleicht sogar darauf, wie es in anderen Ländern der Erde aussieht? Beginnen Sie Ursachen anders zu hinterfragen, umfassender und weltoffener?
Wenn Ihr Nachbar hinter einer Landesgrenze wohnt, was durchaus sein kann, ist er dann auf Grund seiner Nationalität weniger auf Ihre Hilfe angewiesen?

Die große Mehrheit der Menschen denken noch sehr in Nationalitäten oder Religionen. Menschen nehmen sich noch nicht als Gemeinschaft wahr.  Die Errungenschaften vergangener Kulturen und Nationen, die die Entwicklung anderer Nationen ermöglichte u.o. befruchtete, werden von der Mehrheit der Menschen nicht mehr wahrgenommen. -Medizin oder sogar alltägliche Gebrauchsgegenstände, die man für Erfindungen der eigenen Kultur hält, wurden aus anderen Kulturen importiert.-

Es existieren Tendenzen, dass man den Planet Erde als gemeinsamen Wohnort wahrnimmt, den man sich teilt.  Man erinnert sich an die Wiege der Menschheit in Südafrika. Von hier aus bevölkerte der Mensch den Planeten.

Es existieren wachsend Tendenzen, dass Menschen erkennen, dass Probleme nicht Lokal oder National zu lösen sind, sondern global gelöst werden müssen.

Es existieren Tendenzen, dass Menschen zunehmend in Ihren Nationen für einen Diskussion mit anderen Nationen bereit sind um nationale und global Entwicklung auf gemeinsame Werte abzustimmen.

Angst vor dem nächsten Schritt

Es existieren aber auch gegenteilige Tendenzen, wie zunehmender Nationalismus, weil man glaubt, man könne Probleme besser national lösen, Besitz bewahren und durch Abschottung sichern.
Wie eine Schnecke, die sich bei Gefahr ins Schneckenhaus flüchtet, könnte der Nationalismus einem Rückzug gleich auch die Bremse für die Entwicklung weltweiter Lösungssuche und Diskussion sein.
Ins Gespräch zu kommen wäre unter "Nationalistischer Gesinnung" weitaus schwerer. Globale Probleme, die schnelle und internationale Lösungen benötigen, würden auf die lange Bank geschoben. Bei manchen Themen auf dem Planeten werden diese Verzögerungen jedoch weitreichende Konsequenzen haben, vor der keine Nation sich absichern kann, erst recht nicht alleingestellt.

Fazit

Der Planet erlebt aktuell eine sehr intensive Phase der Entwicklung. Ob Nationen die Herausforderungen begreifen, ob eine wachsenden Zahl von Menschen aller Nationen diese Herausforderung begreifen ist derzeit unklar.
Hoffnung bieten Menschen, Vereinigungen und Institutionen, die über eigene Grenzen und Ländergrenzen hinweg denken und gemeinsame Lösungen suchen.

Quellen: Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaft#Zahlen_und_Fakten
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt
https://www.oxfam.de/blog/oxfams-zahlen-sozialer-ungleichheit-so-haben-gerechnet
https://www.oxfam.de/system/files/20170116-oxfam-factsheet-wirtschaftssystem-fuer-alle.pdf
https://www.oxfam.de/system/files/sperrfrist_20170116-0101_economy-99-percent_report.pdf
https://www.deutschlandfunk.de/weltklimakonferenz-mehr-klimafluechtlinge-als-vertriebene.1773.de.html?dram:article_id=400100
https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/200-millionen-klimafluchtlinge-bis-2040

Euer Lennart Cole


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Cowboy und Indianer -ein Lustvolles Spiel-

Lennart Cole Buchprojekte bis 2025

Bedeutungslos wichtig