Corona -covid19- Was wir sehen und nicht sehen wollen

Während ich in den sozialen Medien lese und  manchen YouTuber zuhöre, dies mit den vielen Kontakten, die ich weltweit zu Menschen in anderen Ländern habe vergleiche,  fühle ich eine tiefe Kluft. Corona wird von  Menschen sehr unterschiedlich erlebt.
Auf YouTube hört man zum Beispiel: Wir können nicht in einen Park gehen um ein Buch lesen. Die Regierung plant dies, oder jenes. Die Freiheit ist in Gefahr, die Selbstbestimmung ist den Bach runter. Man höhlt die Grundrechte aus. Man will anscheinend das Bargeld abschaffen, weil ja jetzt auch Kleine Unternehmen bargeldlosen Zahlungsverkehr anbieten. Die Polizei überwacht die Bevölkerung mit Drohnen, ob Sie sich an die geltenden Bestimmungen halten usw.
Was bewegt solche Menschen. Sie tun so als wüßten sie mehr, als würden sie es mehr durchschauen, tiefer sehen können, oder intelligenter sein und bewegen sich auf selbst eröffneten Kanälen dann als Allwissender Phrophet und unbestechlicher, selbsternannter Journalist.
Wenn ich mit Menschen, Freunden in anderen Ländern spreche, bekommt Corona  eine ganz andere Qualität.
Eine Familie von 6 Personen sitzt um 2 Schälchen, nicht Schalen, sondern Schälchen. Die Schälchen sind zu 2/3 gefüllt. Es ist nicht das Mittagessen, nein es ist das Essen für den ganzen Tag, für 6 Personen. 3 Erwachsene, 3 Kinder. 
Die Arbeit ruht in diesen Ländern und man erhält keine finanzielle Unterstützung. Nichts fängt solche Familien auf. Sie plündern Ihre kleinen Ersparnisse, wenn sie überhaupt welche haben, um nicht noch obdachlos zu werden, denn die Miete muss gezahlt werden.
Man zahlt die Miete, dann ist kein Geld mehr für Essen da. Die Familien hungern. Die Kinder hungern und der shutdown hat gerade erst begonnen.
Unter Tränen sitzt man beim Essen. Der Magen knurrt. Die Kinder haben hunger. Die Familien sind verzweifelt.
Ich spreche nicht von denen, die schon immer Hungern, die jeden Tag zu Tausenden an hunger sterben und wir haben gelernt nicht mehr hinzusehen. Nein, ich rede von ganz normal arbeitenden Familien, die nun auch hungern, obdachlos werden. Familien, die jeden Tag zur Arbeit gingen und glücklich waren, eine Arbeit zu haben.

Wir jedoch im Westen fühlen uns unserer Freiheit beraubt, weil wir unser Buch nicht im Park lesen dürfen, weil es ein Seuchenschutzgesetz so regelt. Wir tun so, als wäre das Gesetzt jetzt erfunden worden, tun so als wäre ein Staatsstreich im Gange zur Unterjochung der Bevölkerung.
Nein, wir können nicht auf dem Balkon lesen, müssen eine Zeit lang in der Wohnung lesen,  leiden ja unsäglich darunter, fühlen uns gegängelt, fremdbestimmt. Nein, wir machen uns Sorgen um Dinge die SEIN KÖNNTEN, vielleicht sein könnten, oder konstruieren uns Dinge die sein könnten oder werden könnten.
Wir haben ja Zeit mit vollen Mägen, bei Netflix und Amazon Prime und da kreisen ja die Gedanken. Man liest ja so einiges in FAKE NEWS, die so WAHR klingen und von selbsternannten Intellektuellen und Wissenschaftlern. Wir sehen was wir sehen wollen.

Mir zerreißt es das Herz, wenn ich dann wieder mit denen spreche, die hungern, sich nicht einmal mehr  sauberes Wasser leisten können, oder sogar in 2 oder 3 Wochen mit der Familie auf der Straße leben müssen. Ich sehe die Kinder vor den zwei kleinen Schalen sitzen und sehe, wie Großmutter, Mutter und Vater ihnen fast alles überlassen. Wie lange kann das gut gehen?
Mir zerreißt es das Herz und es macht mir wieder klar, wo wirklich Hilfe gebraucht wird und was wirkliches Leid ist.

Helfen wir doch, wo wir können. Fremden, dem Nächsten, denn der Nächste ist nicht der Nebenan. Der Nächste wohnt weit weg, ist der oder die Unbekannte, oftmals auf einem anderen Kontinent.

Warum nicht etwas sinnvolles tun? Wir haben Zeit, viele von uns haben noch genug um etwas abzugeben und vielleicht verbringen wir damit unsere Zeit sinnvoller, als uns zum X-ten male irgendwelche Mutmaßungen anzuhören und Eventualitäten zu diskutieren.

Die, die Leiden, dass sind Menschen, Familien, Kinder.

Euer Lennart Cole

Eine Idee:
PS: Meine Frau und ich unterstützen derzeit solche Familien und Menschen so gut wir können und da wir auch finanzielle Grenzen haben versteigern wir ein paar von uns geschaffene Ton-Kreationen.
Vielleicht macht ja der eine oder andere etwas eigenes, für Menschen, die er schon lange auf Facebook, Twitter oder WhatsApp kennt.
- versteigert ein Bild
- verkauft etwas was ihr sowieso nicht mehr benutzt
- oder spendet etwas, was ihr übrig habt, weil der Urlaub dieses Jahr ausfällt

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