Corona: Eine Frage des Gewissens?

"Corona stellt jeden von uns vor eine Gewissensfrage, persönlich und gesellschaftlich. Bin ich bereit mit meiner Einstellung und meinem Verhalten, die Konsequenz aus Einstellung und Verhalten zu tragen. Damit ist gemeint, dass vielleicht durch mein Verhalten, Menschen sterben, weil ich einfach weitermache wie bisher, keine Rücksicht nehme, oder glaube, dass es eh nur die alten und kranken trifft. Naja, Alte und Kranke sterben ja eh. Sehen wir dahinter die Mutter, den Vater, den Opa, die Oma, den Tochter, den Sohn? Verurteilen wir mit unserer Einstellung Menschen, die noch gute 20 Jahre oder länger leben könnten, zum Tode?  Die Kernfrage ist: Wo wollen wir Opfer bringen? Wollen wir als Gesellschaft das Opfer bringen, mit allen Möglichkeiten Schaden von anderen Menschen fernzuhalten. Wollen wir Opfer bringen, die uns persönlich solange einschränken, wie diese Gefahr besteht und tragen auch z.b. die finanziellen Konsequenzen.  Dies sind die Kernfragen.

Bei beiden Entscheidungen stellt sich die Frage, wie lange das eine und das andere durchgehalten werden kann und muss. Denn beides hat Konsequenzen, die neue Probleme aufwerfen können, mit neuem Leid, wenn dieses Handeln nicht flankiert wird.
Die Pandemie durchläuft Stufen und es ist schwer etwas greifbar zu machen, dass keiner kennt. Wissenschaftler und Politiker geben sich Mühe, aber auch wir müssen uns Mühe geben. Das denken ist nicht abgeschafft. Wir stehen vor einer gesellschaftlichen Gewissensfrage und Gesellschaft leidet oder gewinnt durch das Handeln jedes Einzelnen.

Hinzu kommt noch ein weiterer Punkt. Unsere ganze Welt sitzt in einem Boot.  Wir tragen etwas von einem Land zum anderen.
Die Fragen, die jeder für sich bewußt oder unbewußt durch sein Verhalten beantwortet sind:
Was willst du Opfern? Wen willst du opfern?

Rückt die Welt zusammen, oder trennen wir uns noch mehr? Die Entscheidung kennzeichnet dann in den Geschichtsbüchern unsere Gesellschaft über Generationen hinaus! Dies gilt für jeden Menschen in jedem Land. Es sind Fragen, die uns das Virus selbst nicht beantworten wird. Die Wissenschafter benötigen Zeit und klare Antworten darauf geben zu können. Denn Verdacht, oder es könnte sein, oder es scheint als wäre, reicht keinem Wissenschaftler, sondern nur selbsternannten Spezialisten, wenn es zweckdienlich ist.
Wenn ich es entscheiden müßte: Im Zweifel immer für den Zweifel und immer für das Leben, auch, oder gerade weil jemand schon sehr, sehr alt ist.

Euer Lennart Cole

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